Märkte hängen zusammen. Steigt der S&P, zieht der DAX am nächsten Morgen oft mit. Fließt Angst durchs System, fallen fast alle Indizes gleichzeitig — während Anleihen, Gold und die Volatilität steigen. Dieses Muster trägt einen Namen: Risk-On und Risk-Off. Wer es kennt, liest nicht nur einen Index, sondern das ganze Wetter am Markt.
Korrelation misst, wie gleichläufig sich zwei Werte bewegen — von +1 (perfekter Gleichschritt) über 0 (kein Zusammenhang) bis −1 (perfekter Gegenlauf). Große Aktienindizes sind untereinander stark positiv korreliert; Aktien und Staatsanleihen oder die Volatilität laufen oft gegeneinander.
An jedem Tag tendiert der Markt zu einer von zwei Grundstimmungen. Im Risk-On suchen Anleger Rendite und greifen zu Aktien; im Risk-Off suchen sie Sicherheit und flüchten in Anleihen, Gold und den Dollar. Fast alle Anlagen lassen sich diesem Muster zuordnen.
Anleger sind zuversichtlich und nehmen Risiko. Kapital fließt in Aktien und riskantere Anlagen.
Unsicherheit oder Schock. Kapital verlässt Aktien und sucht den sicheren Hafen.
Schalten Sie die Marktstimmung um und sehen Sie, wie ein typischer Tag aussieht: welche Anlagen steigen, welche fallen — und wie eng die Indizes dabei zusammenlaufen. Die Werte sind illustrativ, das Muster ist real.
Drei Gedanken, bevor wir zur Praxis des Handelns kommen.
Große Aktienindizes sind stark positiv korreliert. US-Vorgaben geben oft den Takt für Europas Handelsstart vor.
Risk-On treibt Aktien, Risk-Off treibt Anleihen, Gold und Dollar. Fast jede Anlage lässt sich diesem Muster zuordnen.
Der Volatilitätsindex steigt, wenn Aktien fallen. In echten Krisen geht die Korrelation gegen 1 — fast alles fällt gemeinsam.